DR. CHRISTEL DARMSTADT

Farbgestaltung und authentische Instandsetzung historischer Gebäude

Evangelische Bleckkirche, Bleckstraße
45889 Gelsenkirchen

Beratungsumfang (1996)
- Bauforschung in Archiven
- Konzept für die Gesamtausmalung (einschl. Holzwerk und Bänke)
- Entwürfe der Beleuchtungskörper und der ergänzenden Zweckbeleuchtung
- Entwurf des ergänzenden, modernen Bodenbelags
- Entwurf der Neuverglasung

Die älteste evangelische Kirche Gelsenkirchens wurde 1884 in der damaligen Bauernschaft Bleck errichtet und steht mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Fundamenten eines von C.J.Schlaun gebauten Barockbaus.

Der Gesamtbau ist denkmalgeschützt.

Ein sehr wertvoller Renaissancealtar aus Baumberger Sandstein stand seit Fertigstellung dieser Kirche an der jetzigen Stelle.

Bedingt durch Bergschäden drohten die ohnehin für diesen sandigen Untergrund unterdimensionierten Fundamente auseinander zu brechen. Eine technisch aufwendige Sanierung wurde notwendig.

Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen und Umnutzung der Kirche erfolgte eine Neufassung des Innenraums. Befunduntersuchungen waren ergebnislos, nur auf einem Schwarzweißfoto konnten Reste einer derben Jugendstilausmalung ermittelt werden.

Das Architekturgerüst wurde durch einen Mainsandsteinfarbton betont. Lediglich in den Gurtbögen erfolgte eine dekorative Ausmalung, die zur Erbauungszeit dieses Gebäudes häufiger anzutreffen war.

Heute wird die Kirche vorwiegend für Trauungen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen genutzt.


Blick in den Altarraum vor und nach der Renovierung
Ornamentband in einem der Gurtbögen.
Goldakzente geben dem Band eine besondere ästhetische Wertigkeit.
Die Grate des Gewölbes wurden durch helle Bänder betont.
Mit graphischen Mustern wurde die Neuverglasung in die durch Rauten geprägten
Gußeisenfenster versehen. Es wird einerseits eine gedämpfte Lichtführung und bei
Sonnenschein ein reizvolles Lichtspiel in den Laibungen erzeugt.
In der Vierung hängt ein eigens für diese Kirche angefertigter Rundleuchter. Er
wurde in bicolor ausgeführt und ist dimmbar.
Vom ursprünglichen Bodenbelag konnte nur noch der Mittelgang gefliest werden. Mit
modernen, matten Fliesen erfolgte die Neuplattierung. Der Vierungsraum und der
Eingang erhielten eine auf die Architektur bezogene, moderne Einfassung.



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