DR. CHRISTEL DARMSTADT

Farbgestaltung und authentische Instandsetzung historischer Gebäude

Kath. Kirche Heilig Kreuz
Gelsenkirchen, Bochumer Str. 111

Beratungsumfang (1993)
- Bauforschung
- Erstellung eines Farbkonzeptes (wegen der Farbbefunde teilweise aufgegeben)
- Betreuung der Restaurierungsmaßnahme
- Entwurf und Ausführungsberatung der neu zu fassenden Flächen (Altarwand, Triumphbogen etc.)
- Entwurf der Beleuchtungskörper
- Auswahl der Teppiche und der Bankauflagen

Die unter Denkmalschutz stehende Parabelkirche wurde 1927 bis 1929 vom Gelsenkirchener Architekten Josef Franke entworfen und gebaut. Der Maler Andreas Ballin aus Gelsenkirchen malte sie aus.

In den 1960er Jahren erfolgte eine Neufassung durch Prof. Kadow, Krefeld.

Anfang 1990 plante die Kirchengemeinde die Sanierung und farbige Neufassung der Kirche. Oberster Wunsch war eine helle Kirche.

Bauforschungen belegten die Urfassung. Die verschiedene Verfahren der Befunduntersuchungen führten jedoch zu keinem Ergebnis.

Erst vom Gerüst aus wurde festgestellt, dass der Akustikputz im Gewölbe auf ein Streckmetall aufgezogen worden war. Die expressionistische Malerei von Andreas Ballin kam - leicht beschädigt - zum Vorschein. Sie wurde erhalten und restauriert. Für die übrigen Wandflächen, insbesondere die Altarwand und den Triumphbogen erfolgte eine in den Kontext gestellte Neufassung.

1996 ausgezeichnet mit einem EUROPA-NOSTRA-Diplom


Die Westfassade



Das Hauptschiff vor und nach der Restaurierungsmaßnahme

oben: Fassung von Prof. Kadow
Die zweischalige Altarwand mit den drei unterteilten, hoch aufragenden Parabeln ist durch die von oben nach unten verlaufende Farbparabeln bewusst etwas abweichend von der historischen Malerei des Gewölbes, jedoch farbig korrespondierend zum rückwärtigen, großen Parabelfenster gestaltet worden. Die Technik der verlaufenden Farbbahnen wurde aufgenommen.

unten: Freigelegte und restaurierte expressionistische Ausmalung von Andreas Ballin.

 
oben links: Blick durch die seitlichen Trapezöffnungen.
oben rechts: Gleichschenklige Kreuze prägen die Innenseite des Triumphbogens. Im Zentrum
entsprechen die freihändig aufgetragenen Goldlinien dem in Riefen verlaufenden Putz.

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